Gott ist mein Co-Pilot

Jugendarbeit im Dekanat Koblenz im Bistum Trier

Begegnung mit Bischof Abastoflor

November19

Der Tag begann mit einem übervollen Gottesdienst für „ausgeschlafene ChristInnen“ in der Wallfahrtskirche von Haus Wasserburg. In einem Kurzinterview zu Beginn erzählte der Bischof über seine Stadt La Paz, über 3000 m hoch gelegen und in den letzten Wochen auch Schauplatz der Auseinandersetzungen um die angestrebte Umverteilung der Regierung Evo Morales. Auch in dem intensiven Gespräch am Nachmittag hielt der Bischof an seiner Hoffnung fest, dass es um Gerechtigkeit für die Armen gehen müsse. Es sei nur sehr schwierig, das politisch so klug anzugehen, dass keiner das Gefühl haben müsse, dabei an Macht oder Ansehen zu verlieren. Die Präfekten des Tieflandes, Gegner des neuen politischen Versuchs, hätten dem Referendum der Regierung längst zugestimmt – könnten das aber nicht so offen unterstützen, damit sie nicht an Ansehen bei der eigenen Anhängerschaft verlören.

Im Januar wird es sich also zeigen, ob die Vermittlungsversuche der Kirche und anderer Kräfte ihre Wirkung zeigen: Dann steht in einem Referendum der Kompromissvorschlag für die neue Verfassung zur Abstimmung. Bischof Abastoflor zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen in der Bolivienpartnerschaft. Dass es Freiwillige gebe, die für ein Jahr in den unterschiedlichen Projekten arbeiten, sei ein besonderer Ausdruck von Solidarität. Auch der 2nd Hemd und Hose Markt ist ihm ein Begriff: Er lobte das Engagement der Jugendlichen, das er ja schon im vergangenen Januar kennen lernen konnte und verstand es als eine Unterstützung in ihrem Kampf um Gerechtigkeit und Frieden in Bolivien. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Gesprächs bedankten sich für die Bereitschaft des Bischofs, ihre Fragen offen zu beantworten und vor allem in Details darauf einzugehen. Sie erhoffen sich ein baldiges Wiedersehen und versprachen, der Partnerschaftsarbeit verbunden zu bleiben.

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