Gott ist mein Co-Pilot

Jugendarbeit im Dekanat Koblenz im Bistum Trier
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Die neuesten Termine

Juni1

Pfingstmontag, 12.30 Lange Linie, „Die Tischrede der Katharina Luther“ (Mit Jutta Lehnert, Angelika Essig, Waltraud Scheer)

6.6. 19:00 KHG, Pfarrhaus Herz -Jesu, Feministische Re-Lektüre der Bibel. „“Frauenemanzipation im frühen Christentum“ (Referentin: Jutta Lehnert

8.6. Fahrt zum Frauenmuseum Bonn, Ausstellung „Katharina von Bora“ , Treffpunkt 14:00 Uhr Bahnhof, Kosten: 8 Euro

17.6. Samstag, 10:00 – 18:00 Upcyclen mit der Stoffkünstlerin Brigitte Pappe, Kirche der Jugend, Koblenz Rauental

20.6. 19:00 Info Abend mit Susanne Maron, Trier, zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit Geflüchteten“, Bendorf, Rathaus

25.6. 18:00 Uhr Dreiköniginnenhaus, „Sonntagabendmahl“ – Reden beim Essen und essen beim Reden

21.7. 19:00 Uhr Citykirche, Konzert des russischen Kant-Chores

15.8. ganztägig Fahrt zu den Matronen der Eifel (Nettersheim, Pesch), veranstaltet gemeinsam mit der kfd im Dekanat Koblenz

31.8. bis 4.9. Fahrt zum Carmel de la paix, Burgund

´Bitte vormerken: Die Frauen-KarTage finden 2018 in Hadamar statt!

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Nikolaus im Jahr 2016

Dezember5

nikolaus-2016

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Zum Nachdenken am 9. November 2015…

November8

Das Drama des Luxusdampfers St. Louis im Frühjahr 1939 – betrachtet im November 2015

Die gewalttätigen Übergriffe auf Juden in der Reichspogromnacht 1938 war im Ausland nicht unentdeckt geblieben. Hier musste also Beruhigung her. Andererseits war den Juden im Deutschen Reich nun klarer, wie bedroht sie wirklich waren. Viele von ihnen wollten das Land verlassen und im Ausland um Asyl bitten, aber das war nicht so einfach. Die Geschichte des Schiffes „St. Louis“ bietet dafür ein Beispiel – an ihm kann man aber auch die gleichen Handlungsmuster ablesen, die auch die aktuelle Auseinandersetzung um die Flüchtlinge bestimmen.
Der Luxusdampfer „St. Louis“ gehörte der Hapag Loyd, war also ein staatliches Schiff für den Transit auf dem Atlantik. Nach der Reichspogromnacht wurden den Juden, die es sich leisten konnten, Tickets auf diesem Schiff zur Ausreise angeboten. Angezielt war, im Mai 1939 in Kuba anzukommen, von dort sollte es weitergehen in die USA, die Einwanderungslisten waren schon fertig. Über 900 Tickets wurden verkauft, die jüdischen Familien verkauften ihre Häuser, ihr letztes Hab und Gut; sie hatten eine Reichsfluchtsteuer zu zahlen, die Landungspermits für Havanna kosteten ebenfalls hohe Gebühren, auch die Erfassung auf den Einwanderungslisten, sie packten in ihre Koffer die letzten Reste ihres alten Lebens – kurz und gut, sie brannten alle Brücken hinter sich ab, vor sich eine ungewisse Zukunft. 300 Juden wurden aus Konzentrationslagern für diese Ausreise geholt. Das alles sollte die Weltöffentlichkeit wahrnehmen; Reichspropagandaminister Goebbels wollte glauben machen: so schlimm sind die Nazis gar nicht – sie lassen die Juden nicht nur frei, sie geben ihnen sogar eines ihrer besten Schiffe! Alles lief gut auf der Reise, man war zwei Wochen lang in einer hoffnungsvollen Zuversicht. Als die St. Louis vor Havanna ankerte, stellte sich heraus, dass ein korrupter Regierungsbeamter die Landepermits gefälscht und sich das Geld in die eigene Tasche gesteckt hatte. Die kubanische Regierung, die damals in Konkurrenzkämpfe verstrickt war (es gehört dazu auch Fulgencio Batista, den Fidel Castro später aus dem Amt jagen würde…), weigerte sich, die jüdischen Flüchtlinge an Land zu lassen. Es müssen sich auf der St. Louis schreckliche Szenen abgespielt haben, es gab sogar einen Selbstmord.
Kapitän Gustav Schröder kabelte die USA an, der versuchte sogar, heimlich an der Küste von Miami zu landen. Aber die internationale Presse hatte den Skandal bereits gewittert, die St.Louis stand Tag und Nacht unter Beobachtung. Präsident Roosevelt lehnte die Flüchtlinge ab – er stand im Wahlkampf seiner dritten Kandidatur. Die eigentlich einwandern wollten in die USA: ihnen wurde nicht einmal mehr Asyl gewährt. Mit bewaffneten Küstenbooten wurde die St. Louis von der amerikanischen Küste vertrieben. Telegramme und Briefe von Angehörigen der Flüchtlinge an Bord wurden nicht beachtet.
Kapitän Schröder verlangsamte die erzwungene Rückreise nach Europa – er musste zurück, das Schiff war wenige Tage später schon als Luxusdampfer in Cuxhaven gebucht. Die schreckliche Lage an Bord kann man sich kaum vorstellen: Sie sollten alle zurück in das Land, in dem sie nur Erniedrigung und Tod zu erwarten hatten.
Die Verlangsamung der Fahrt und das mühselige Kabeln brachte eine Lösung: Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande erklärten sich bereit, jeweils einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen – vorausgesetzt, sie oder jüdische Organisationen würden für ihren Unterhalt aufkommen. Und so wurde die St. Louis im Ärmelkanal ausgebootet; die Flüchtlinge kamen in Lager und Massenquartiere, die meisten sehr schlecht ausgestattet und eingezäunt. Ihre Lage verschlechtert sich nach dem Kriegsbeginn am 1.9.1939: Die Schutzsuchenden galten im Gastland als „feindliche Ausländer“; es gibt sogar Demonstrationen gegen sie.
Die rund 300 Flüchtlinge in England überlebten, die in Frankreich, Belgien und den Niederlanden gerieten in den ersten Monaten der deutschen Eroberungen wieder in die Hände der Nazis. Sie haben die Konzentrationslager nicht überlebt.

Alles kommt vor, was wir aus der heutigen Auseinandersetzung um die Kriegsflüchtlinge kennen:
Ablehnen von Hilfeleistung wegen eines Wahlkampfes, Flüchtlinge als Spielball von Innenpolitik, Korruption, zerstrittene Parteien, mit den Flüchtlingen Geld machen, Zäune und Einschränkung der Freiheit, peinliche Auflagen – rundum deutliche Zeichen, wie unwillkommen die Flüchtlinge sind.
Zum Glück gibt es ehrenamtliche Hilfe – aber auch sie ist damals wie heute nicht so gewürdigt, dass sie in der Lage ist, die Richtlinien der Politik zu bestimmen.
Und noch eines: Wer nichts tut, wegschaut und nicht hilft, obwohl man dazu in der Lage wäre, wird zum Helfer der Verfolger. Man muss es so sagen: Von der Reichspogromnacht bis 1940 hätten nahezu alle in Deutschland und Österreich lebenden Juden gerettet werden können, wären die anderen Staaten bereit gewesen, sie aufzunehmen. Die Flüchtlingspolitik der sog. freien Welt gehört zu den besonders schmachvollen Begleiterscheinungen des Nationalsozialismus.

Damit mein Beitrag nicht völlig negativ endet, sei auf gelungene Rettungen durch Asylgewährung verwiesen: Schweden war großzügig (das kann man auch in den gerade erschienenen Tagebüchern 1939-1945 von Astrid Lindgren nachlesen) und erinnert sei an Willy Brandt und Fritz Bauer….

Aus Psalm 55:
Mein Herz bebt in meiner Mitte, Todesschrecken sind auf mich gefallen,
Angst und Zittern kommen zu mir, Schrecken bedecken mich.
Hätte ich Flügel gleich einer Taube,
fliehen wollte ich und Ruhe finden.
Weit, weit weg möchte ich flüchten, in der Wüste übernachten,
zu einem Zufluchtsort eilen.

posted under 2nd Hemd & Hose, Allgemein, Gott kannste (nicht) vergessen | Kommentare deaktiviert für Zum Nachdenken am 9. November 2015…

Upcycle-Workshop im Jugendclub Vallendar – eine runde Sache!

November2

15 Teilnehmerinnen haben an diesem Tag im neuen Jugendtreff Vallendar (der jetzt „Jugendclub“ heißt) schöne und brauchbare Sachen hergestellt: natürlich sofort tragbare Klamotten aus Jeans, Tischdecken, Kittelschürzen anderen gebrauchten Textilien. Und nebenher sind kreative Geldbörsen, Briefumschläge und Notizbücher entstanden aus Altmaterialien. Der Jugendclub hat bei dieser Gelegenheit sehr interessante Wandhaken bekommen – was man aus einem Brett und Jeansteilen so alles machen kann!
Diese Reihe wird unter dem Titel „Plan B“ fortgeführt – die Termine für das kommende Jahr sind demnächst auf dieser Homepage zu finden.

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