Gott ist mein Co-Pilot

Jugendarbeit im Dekanat Koblenz im Bistum Trier
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ein anderer Gottesdienst an Heiligabend

Dezember17

Wer mit seiner Familie an Heiligabend einen nachdenklichen Gottesdienst mitfeiern will, ist herzlich eingeladen:

21.30 Uhr in der KHG Koblenz – Oberwerth, Rheinau 12

Je mehr Leute kommen, desto schöner wird es!

Verantwortlich für die Gestaltung ist die KSJ. Wer noch mitmachen möchte, sei es mit einem musikalischen Beitrag, sei es mit einem Text, kann sich wenden an:

Jutta Lehnert, Tel 02622-14548 (Bendorf) oder per mail: Jutta.ksj@gmail.com.

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Nikolausrede 2014

Dezember6

In diesem Jahr spricht der Nikolaus so:

Nikolaus zur aktuellen  Kriegspropaganda

St. Nikolaus macht wieder seine Runde,

von Haus zu Haus, Stunde um Stunde,

manchmal ist er froh und heiter,

manchmal weiß er auch nicht mehr weiter.

In diesem Jahr bin ich schwer bedrückt,

ich sag Euch, was mir im Magen liegt.

 

Seit Jahren, so habe ich mit Freuden wahrgenommen,

sind Ost und West sich nähergekommen.

Es gibt deutsch-russische Vereine,

Kulturaustausch, dort Wodka – hier Weine,

Ausstellungen, Lesungen im Literaturbetrieb,

Orchesterreisen, und manch Schönes blieb

an Kontakten und Freundschaften zwischen Menschen bestehen,

die sich in Berlin oder Moskau immer wieder sehen.

Man ging offen und freundlich miteinander um,

Unterschiede nahm man nicht mehr krumm,

es bildete sich Vertrauen heraus,

auf allen Etagen im europäischen Haus.

Selbst der Handel wuchs, und zwar beträchtlich,

ich finde Rüstungsgeschäfte allerdings verächtlich.

Freundschaft sollte man nicht auf Geschäfte bauen,

denn dem Geld ist nicht zu trauen.

Es verselbstständigt sich, will immer mehr,

mit der Ethik ist es dann nicht mehr weit her.

Na gut, man kann das auch positiv sehen,

so gegenseitig Verpflichtungen einzugehen.

Man traf sich auf Gipfeln und Konferenzen,

versprach das Einhalten von Sphären und Grenzen.

 

Von all dem hört man öffentlich nicht viel,

hier pflegen die Medien einen anderen Stil.

Propagandasprache der übelsten Sorte,

Verdummung und Lügen, beißende Worte,

grobe Feindbilder mit uralten Vorbehalten,

Vertiefung der früheren Risse und Spalten.

Die Wahrheit immer nur halb zu sagen,

ein probates Mittel aus alten Tagen,

das auf breite Zustimmung zielt,

weil es mit Vereinfachung spielt.

Mitschuld an der Misere wird verschwiegen,

dann müsste man sich ja verbiegen

und grobe Fehler eingestehn,

so will die NATO sich nicht sehn.

 

Willy Brandt und seine Entspannung

gilt als naiv, ist in Verbannung.

Mentale Einstimmung auf Konkurrenz,

mit klar erkennbarer Tendenz

auf eine Verengung der Wege der Politik,

und kein Wort von ehrlicher Selbstkritik.

Das mutet man uns seit Monaten zu

In den großen Medien der gesamten EU.

 

Verhöhnt wird, wer das kritisiert,

und als Putinversteher diskriminiert.

Aber wir wissen aus unserer Kriegsgeschichte:

Hetzpropaganda macht zunichte

Das Suchen nach Wahrheit, mit Sinn und Verstand,

sie lähmt Hirne und Herzen aller im Land.

Dieser Brand wird früh gelegt,

wird über Jahre gut gepflegt.

Er glüht weiter, frisst sich ganz tief ein,

kann jederzeit wieder im Nachhinein

aufgerufen werden je nach Interesse.

Nein, wir dürfen das nicht vergessen:

Krieg beginnt nicht mit dem ersten Schuss

und er endet auch nicht mit dem Friedensschluss.

Propaganda verhindert, aus den Kriegen zu lernen,

sie als Mittel der Politik endlich zu entfernen.

Der Krieg findet zuerst in der Sprache statt,

setzt menschliche Fähigkeiten schachmatt,

das Gespräch, das Recht und die Vernunft,

setzt Misstrauen in jede Zusammenkunft,

nimmt dem anderen sein menschliches Gesicht,

nein, Frieden erhält man damit nicht!

 

Ich greife jetzt mal zu meiner Bibel,

auch sie kennt dieses weit verbreitete Übel.

Im Jakobusbrief ist das zu lesen,

Kapitel 3, Vers 6, da ist es gewesen:

„Die Sprache ist Feuer, rasant und riskant,

von der Hölle gelegt, ein gefährlicher Brand.“

 

Papst Franziskus, der sehr klare Worte dafür hat,

sagte das auch im Europarat.

Er fragte nach Europas geistiger Kraft,

nach seiner Sehnsucht nach Wahrheit, die Frieden schafft.

 

Wer die Macht hat und vor allem auch das Geld

Ist jede Manipulation zur Verfügung gestellt.

So funktioniert das auf beiden Seiten,

die jeweils ihre Wahrheit verbreiten.

Verdummt und ratlos bleiben die Menschen zurück,

ausgeliefert einer verfehlten Politik.

 

So ähnlich lief es auch vor genau hundert Jahren.

Es gelang nicht, den Frieden zu bewahren.

Ganz Europa war von Ängsten bestimmt,

dass jedes Land dem anderen was nimmt.

Feindbilder und Vorurteile wurden geschürt,

Tausende junger Leute in die Irre geführt,

bis sie kriegsbegeistert in die Schlachten zogen

schnell merkten, dass man sie belogen

als Kanonenfutter im Schützengraben verrecken ließ,

wer überlebte, war voller Bitternis.

Mit diesem Gefühl spielte man in der folgenden Zeit,

es ist ein wichtiger Teil der Empfänglichkeit

für die Ideologie der völkischen Überlegenheit,

gegen sie waren nur wenige gefeit.

Die Katastrophe von 1914 setzte sich 1939 fort,

dieselben Menschen, derselbe Ort.

Soldatenfriedhöfe in ganz Europa verstreut

mahnen an, dass wir nicht erneut

auf die Lügen der Mächtigen setzen und bauen,

sondern ihnen beizeiten misstrauen.

 

Und diese Zeit ist jetzt, in dieser Stunde,

so bitte ich Euch alle in dieser Runde:

bleibt kritisch, aufmerksam und wach,

geht jeder Pressemeldung nach,

die Fragen und Misstrauen in Euch weckt,

oft ist eine Lüge darin versteckt.

Holt Euch andere Meinungen ein,

bleibt mit Euren Zweifeln nicht allein.

Studiert bei allem die Entstehungsgeschichte,

den Kontakt, vielen Augenzeugenberichte,

haltet Euch offen für die andere Perspektive,

für das Kreative, Subversive,

überschreitet Grenzen, lernt Fremde kennen,

werdet Freunde und lasst Euch nicht trennen.

Lasst das Leiden anderer an Euch heran,

das wehrt dem Zynismus und es kann

aus Euch solidarische Menschen machen

und genau die Fähigkeiten entfachen,

die der Nikolaus so nötig findet,

in der jede Gesellschaft in Frieden gründet.

 

Und weil Ihr das schon ganz gut macht,

habe ich Euch etwas mitgebracht.

 

St. Nikolaus muss jetzt weiterziehn,

es warten noch viele Menschen auf ihn.

Gott sei mit Euch auf all Euren Wegen,

seinen Frieden, seinen Segen

das wünscht allen hier im Haus

Euer alter Bischof Nikolaus.

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2nd Hemd und Hose Markt am 24. und 25. Januar 2015 in der Kirche der Jugend Koblenz

Dezember3

Die Textilien sind bestellt bei der Fair-Wertung, gut sortiert und von besonderer Qualität. Dazu kommen noch viele Kleidungsstücke und Schuhe, die direkt gespendet werden. Eingerichtet wird der Markt ab Freitag, den 16. Januar 15 Uhr und ab Samstag, 17. Januar ab 9 Uhr. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich eingeladen fühlen und melden!

Am MarktWochenende lohnt sich auf jeden Fall, sich viel Zeit zu nehmen und zum Stöbern und Anprobieren zu kommen!

Die Extras dieses Mal:

Textilwerkstatt „Plan B“ am 20. und 21. Januar 2015 jeweils ab 17 Uhr im bereits aufgebauten Markt und während des MarktWochenendes (mit der Stoffkünstlerin Brigitte Pappe)

Weitere Upcycle-Ideen, z.B. was man Nützliches aus alten Aktenordnern machen kann (mit Britta Mies & friends)

Töpfern mit einer Töpferscheibe für Kinder  (mit Maria Schönberger)

Und wie immer Kaffee und Kuchen im Café Empore in der Kirche, von dem man einen guten Blick in den Markt von oben hat!

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2nd Hemd & Hose rückt näher

Oktober14

Klar, der Markt wird am 24. und 25. Januar 2015 in der Kirche der Jugend stattfinden.

Vorher ist das berüchtigte Chaos-Wochenende, zu dem alle, die mitarbeiten wollen, herzlich eingeladen sind: am 17. und 18. Januar.

Und das erste Vorbereitungstreffen findet am 9. November statt, um 16.00 Uhr, in der Kirche der Jugend, kurz vor dem Jugendgottesdienst zum 9. November.

 

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