Gott ist mein Co-Pilot

Jugendarbeit im Dekanat Koblenz im Bistum Trier
Browsing NAWU

KSJ Bendorf Gruppenleiterfortbildung

März31

Bericht über die Gruppenleiterfortbildung zum Thema
„Was tun, wenn sie nicht hören?“

36 jugendliche Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus der KSJ und dem Dekanat Koblenz waren der Einladung nach Bendorf gefolgt, sich für den Umgang mit bestimmten Kindern sensibilisieren zu lassen: Was ist, wenn Kinder auf einer Freizeit oder einem Zeltlager Probleme haben oder machen?

Adelheid Hünerfeld, Schulpsychologin aus Bendorf, bot nach einem Einstiegsspiel zur Selbsteinschätzung eine Theorie zum besseren Verständnis von Kindern an:

Jedes Kind ist nicht nur geprägt durch Anlagen, Milieu und Herkunftsfamilie, sondern verfügt auch über eine schöpferische Kraft, den sog. Faktor X. Der ist zu ermutigen, denn hier liegt die Möglichkeit, eingeübte Verhaltensmuster aufzubrechen und neue Entwicklungen anzuregen. Für eine positive Persönlichkeitsentwicklung braucht ein Kind vor allem Anerkennung und das Gefühl, in der Zeltlagergruppe einen Platz zu haben, eben angenommen zu sein. Kinder, die eher Entmutigung und Ablehnung erfahren haben, streben gern durch auffälliges Verhalten danach, aus dem Gefühl von Minderwertigkeit heraus Macht auszuspielen. Deshalb sollten alle Freizeitteams darum bemüht sein, durch Spiel und Beteiligung auch an gemeinschaftlichen Arbeiten allen Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass sie angenommen und wertgeschätzt sind. Wann fühlt ein Kind sich wohl in einer Gruppe? Wenn es seine Erwartungen einbringen kann, wenn es Mitsprache gibt, wenn es den Raum bekommt, für die Gemeinschaft etwas beizutragen. Regeln für die Freizeit sollten zu Beginn von der ganzen Gruppe erarbeitet werden; die Teams haben die Aufgabe, auf die Einhaltung dieser Regeln zu achten. Strafen wie Spüldienst ist dabei out; das Kind sollte mit überlegen, welchen Beitrag zum Ausgleich es für die Gruppe leisten will. Bei allem sollten die Teamerinnen und Teamer sehr gut auf die Gefühle achten, die sie einem Kind entgegenbringen: Bei Ratlosigkeit und Unsicherheit ist die Einrichtung einer allabendlichen Teamrunde unverzichtbar.

Am Nachmittag ging es dann in den Kletterpark Sayn, schließlich haben Gruppenleiter selbst auch immer wieder etwas Neues auszuprobieren und zu lernen. Die Teams, die sich auf die unterschiedlichen Sommerfahrten vorbereiten, haben jetzt die Aufgabe, die Ratschläge in die Praxis umzusetzen – bei deren Kreativität keine schwierige Aufgabe.

posted under NAWU | Kommentare deaktiviert für KSJ Bendorf Gruppenleiterfortbildung

Empfehlungsschreiben

November10

Eine Idee aus dem Sendungsgottesdienst zum Abschluss der Gruppenleiterschulung: Ein Empfehlungsschreiben, orientiert (im Paulusjahr) am 2. Brief des Apostels an die Gemeinde in Korinth.

 

Empfehlungsschreiben

 

Ein Satz, den Paulus ganz stolz über seine Gemeinde in Korinth sagt:

„Unser Brief seid doch ihr: Eingeschrieben in unsere Herzen, gelesen und verstanden von allen Menschen. Ihr zeigt, dass ihr ein Brief des Messias seid, der von uns übermittelt wurde; nicht mit Tinte gechrieben, sondern mit der Geistkraft Gottes, der Lebendigen; nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln, die menschliche Herzen sind.“ (2 Kor 3,2.3)

Ähnlich stolz sind wir auf unsere neuen Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter!

 

…………………………

hat mit Spaß und Ausdauer an der Gruppenleiterschulung der KSJ Trier teilgenommen. Wir empfehlen sie/ihn besonders wegen folgender Fähigkeit:

 

………………………………………………

Solange die KSJ Leute wie Euch als Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter hat, braucht sie von niemandem ein Empfehlungsschreiben, denn

Ihr seid unser Empfehlungsschreiben!

 

posted under NAWU | Kommentare deaktiviert für Empfehlungsschreiben

Die NAWU hat begonnen!

September28

Weil von den angemeldeten 15 Leuten am Kennenlernwochenende nur 6 (!) kommen konnten (stimmt, der Schulstress nimmt zu und die Veranstaltungen, an denen musikalisch begabte und engagierte Leute verpflichtet sind, auch!), haben wir das Treffen abgespeckt.

Wir waren also den Tag über in Bendorf im Büro, das für diese Runde (mit dem Team waren wir dann 11 Leute) genügend Platz bietet, sogar für das Eisschollenspiel (wer wissen will, wie das geht: Nachfragen!). Im Lauf der Gespräche kam man sich näher: Was wird von der Crashwoche erwartet (etwas Neues lernen, gute Diskussionen, eine gute Gemeinschaft werden…), was soll neben Pädagogik und dem theologischen Schwerpunkt das politische Thema sein. Das ergab das interessanteste Gespräch, denn der Ausgangspunkt war die Frage, was denn am meisten nervt zur Zeit bzw. was eine/n am meisten stört. Vorurteile, Schubladendenken, Engstirnigkeit, Lügen, Stress, Ungerechtigkeit und Ausbeutung…vieles wurde da genannt. Wir einigten uns darauf, das Thema „Gewalt“ anzugehen: Trägt die Schule mit ihrem selektierenden System zur Gewaltbereitschaft bei? Wieso ist Jugendgewalt immer so betont gegenüber der vielfach größeren Erwachsenengewalt? Was ist Gewalt eigentlich genau und wo ist sie auch in der Politik zu spüren?

Zum Mittagessen haben wir dann Tisch und Stühle nach draußen getragen – die Stadtverwaltung hatte extra für uns den Kirchplatz räumen lassen. Im Sonnenlicht die Vielfalt der internationalen Bendorfer Küche (Pizza, Döner und chinesische Gerichte) genießen, das hat was!

Die Reflexionsrunde am Ende zeigte, dass alle das Gefühl hatten: Hier kann jede/r sich einbringen und mitgestalten. Und: Wir freuen uns alle auf die Crashwoche in den Herbstferien!

posted under NAWU | Kommentare deaktiviert für Die NAWU hat begonnen!

Bericht über das Abschluss-Wochenende der Nachwuchsgruppenleiterschulung

Mai1

Stressfrei und doch arbeitsreich wurde die Nachwuchsgruppenleiterschulung der KSJbeendet. Der Freitagabend begann damit, aus den gerade überreichten Spielebüchern neue Spiele auszuprobieren – endlich draußen bei frühlingshaftem Wetter! Noch am Abend startete der Einstieg in die Reflexion der Projekte: Sommerlagernachtreffen, Sternsingeraktion, die Gründung einer neuen Gruppe, die Mitarbeit in schon bestehenden Teams. Wie war meine Rolle im Team, wo gab es Probleme, waren die Aufgaben gut abgesprochen, wo lagen meine Stärken, was hat am meisten Spaß gemacht? Natürliche Autorität wächst aus Zuverlässigkeit im Kleinen, das wurde an Beispielen deutlich. Nachmittags ging es dann um ganz praktische Dinge: Wie lässt sich eine Fahrt planen und berechnen? Wie gelingen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit am besten? Woher kommen Zuschüsse und wie füllt man die Anträge aus? Wie kommt man an die Juleica? Wie merkt man, welche Menge man zum Essen braucht und wie wird das dann zu einer genießbaren Mahlzeit verarbeitet? Dazu gab es konkrete Hilfe durch das Team Susi Schwarz, Jessica Meyer, Karin Faber und Jutta Lehnert. Weil das Wetter so schön war, wurde spontan noch ein Lagerfeuer samt Stockbrot eingebaut – denn auch das müssen Teamerinnen können. Nach reichlich Volleyballspielen kam die Abendüberraschung: Essen im Dunkeln. Alle – außer dem Leitungsteam – durften den Speisesaal nur im Dunkeln betreten und wieder verlassen. Sich gegenseitig Speisen und Getränke anreichen, ahnen, was auf den Platten und in den Schüsseln ist und dabei noch satt werden – keine leichte Sache. Angeregt war diese Idee durch die Bendorfer Gruppe, die in den Osterferien einen Fortbildungstag im Wiesbadener „Haus der Sinne“ gemacht hatte. Nach dem „Café Dunkel“ waren alle so müde, dass schon nach zwei Sätzen bei den Mitternachtsspitzen alle schliefen und die Mordgeschichte (in 2 Kön 8,1-15 nachlesen!) nicht mehr mitbekamen. Brunch am vollen Frühstückstisch mit viel Zeit zum Schwätzen ließen die NAWU so langsam ausklingen. Vor der Abfahrt wurde der Gottesdienst gefeiert (der fehlt nie in der KSJ!), dieses Mal als Aussendungsfeier. Das Evangelium Lk 10 enthält gute Hinweise für das Selbstverständnis als Teamerinnen und Gruppenleiter: Kein Einzelkämpfertum, klares Profil, Orientierung am Wesentlichen, Frieden versuchen, Heilen durch Aufrichten, Zuspruch von Kraft und Ermutigung. Und es gab „Empfehlungsschreiben“ der KSJ für alle, ganz im Sinne des Apostels Paulus: Solange die KSJ Leute wie Euch als Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter hat, braucht sie von niemandem ein Empfehlungsschreiben, denn: „Ihr seid unser Empfehlungsschreiben!“

posted under NAWU | Kommentare deaktiviert für Bericht über das Abschluss-Wochenende der Nachwuchsgruppenleiterschulung
« Older EntriesNewer Entries »