Gott ist mein Co-Pilot

Jugendarbeit im Dekanat Koblenz im Bistum Trier

Die Gruppenleiterschulung hat begonnen

September20

Auch wenn nicht alle, die sich zur diesjährigen Gruppenleiterschulung angemeldet haben, schon zum ersten Treffen kommen konnten, war es doch eine prima Sache! Schließlich geht es für alle neuen Leute darum, aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen ihre Erwartungen zu benennen und gemeinsam das politische Thema zu finden, das die Crash-Woche im Oktober bestimmen soll. Die Gruppenleiterschulung der KSJ ist nämlich von drei Schwerpunkten bestimmt: Von der Pädagogik – das meint alles, was man braucht, um einen guten Umgang mit anvertrauten Kindern auf Freizeiten, in Gruppenstunden und an Wochenenden einzuüben und das Miteinander in Teams; der Politik – darunter ist alles zu verstehen, was wir als Unrecht wahrnehmen und verändern möchten, etwa die Gewalt in der Gesellschaft oder die unfairen Marktbedingungen oder die fehlende Geschlechtergerechtigkeit – und der Theologie – und das ist der Versuch, die Bibel und andere kluge Texte zum politischen Thema und zur Pädagogik sprechen zu lassen.

Das alles kommt in der Crashwoche vor, auf kreative und informative Art und Weise.

Beim ersten Treffen der TeilnehmerInnen in diesem Jahr wurde klar, dass nicht alle Gruppen, in denen wir uns bewegen (Klassengemeinschaft oder Kurse, Familie oder Freundeskreis, Internetcommunities, Chor, KSJ-Gruppe oder Basketballmannschaft), die gleichen Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitgestaltung bieten. Angestrebtes Ziel in der Jugendarbeit ist die sog. „reflektierte Gruppe“, d.h. das Team oder die Gruppe, die miteinander Spaß hat und Aktionen macht, dabei aber Wert darauf legt, alle zu beteiligen, immer wieder sich selbst in den Blick zu nehmen und die gemeinsame Arbeit und die Beziehungen zu reflektieren.

Bei der Diskussion des politischen Themas waren so viele Vorschläge „auf dem Tisch“ (buchstäblich!), dass es schwer wurde, sich zu entscheiden. Man einigte sich auf das Thema „Arbeit“, denn hier kann fast alles untergebracht werden, was an Vorschlägen da war: Die Macht der Konzerne, Kinderarbeit, die ungerechten Löhne, die Rolle des Geldes, der Machtmissbrauch, Kritik an unserem Bildungssystem – aber auch, ob Arbeit nicht zu einseitig als Lohnarbeit angesehen wird und gesellschaftlich wichtige Arbeit wie Ehrenämter (in der Jugendarbeit!) dabei nicht übersehen wird. Ein Thema, das man von vielen Seiten und sehr kreativ angehen kann!

Natürlich ging es auch um Konsum und Konsumverzicht und um die Frage, wie wir damit bewusster umgehen können. Die TeilnehmerInnen haben einen konkreten Vorschlag für die Woche: Jedes Essen, das auf den Tisch kommt, zu kommentieren; etwa so: „Heute gibt es fairen Basmati-Reis aus dem Weltladen. Er ist ein Versuch, die Artenvielfalt vor dem Zugriff der großen Konzerne zu retten, die durch Biopiraterie nach den Reissorten greifen, sie gentechnisch verändern, sie damit zu ihrem Eigentum erklären und der Allgemeinheit entziehen….“. Es wird jedenfalls viel faire Schokolade geben in der Crashwoche!

Das Team: Jessica Meyer, Frederick Bornhofen, Karin Faber und Jutta Lehnert

Wer noch mitmachen will: 18. 10. (abends) bis 23. Oktober (mittags) im Jugendhaus Rascheid. Anmeldung hier!

 

posted under NAWU

Comments are closed.